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TU Berlin

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Untersuchung der Biofilm- und Geruchsbildung in handelsüblichen Waschmaschinen

Waschmaschinen sind heute aus den meisten Haushalten nicht mehr wegzudenken und in Deutschland besitzen mehr als 95 Prozent aller privaten Haushalte eine Waschmaschine. Bei regulärer Nutzung werden diese Maschinen großen Mengen von Mikroorganismen aus dem Trinkwasser und den zu waschenden Textilien ausgesetzt. Einige der hierdurch in die Maschine eingetragenen Organismen können sich an Bauteilen anheften und vermehren und dort durch die Bildung von Biofilmen zu weitreichenden Problemen, wie der Ausbildung schlechter Gerüche, Biokorrosion und durch die Anheftung und/oder Vermehrung von pathogenen Organismen möglicherweise sogar zu einem Gesundheitsrisiko führen.

Die Bildung schlechter Gerüche ist ein verbreitetes Problem in Waschmaschinen, dessen Ursache bis jetzt nicht vollständig aufgeklärt werden konnte. Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden Waschmaschinen heutzutage häufig mit geringerem Wasserverbrauch, geringeren Temperaturen und mit milden Waschmitteln, häufig ohne Bleichmittel, betrieben. Diese Bedingungen können das Überleben und die Anheftung von Mikroorganismen in der Waschmaschine begünstigen. Während des Waschvorgangs werden Mikroorganismen, Verschmutzungen und menschliche Zellen aus den Textilien mithilfe der Detergenzien und Enzyme, die im Waschmittel enthalten sind, herausgelöst. Diese können von angehefteten Mikroorganismen verstoffwechselt werden. Welche Mikroorganismen durch diese Bedingungen für das Wachstum an den Bauteilen in der Waschmaschine selektiert werden, ist momentan Gegenstand der Forschung. Die Stoffwechselprozesse beim Abbau der zahlreichen Substanzen, die während des Waschvorgangs freigesetzt werden, könnten auch der Ursprung der Geruchsbildung in Waschmaschinen sein.

Einer der möglichen Geruchsbildner ist Moraxella osloensis. Dieser Organismus, der zum natürlichen Hautmikrobiom gehört, ist besonders relevant, da er in vereinzelten Fällen zu Infektionen führen kann.

Die Untersuchung speziell dieses Organismus und seiner Rolle im Habitat Waschmaschine trägt dazu bei, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, welchen Anteil Waschmaschinen an der Verbreitung von Infektionskrankheiten haben können. Im Rahmen dieses Projekts sollen die zugrundeliegenden Mechanismen für die Geruchsbildung durch diesen Stamm näher aufgelöst und mögliche Gegenmaßnahmen entwickelt werden.

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MSc. Pia Praefcke
+49 314 73238
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